WN vom 11.01.10: Kinderbetreuung: „Ausbau stoppen“
Münster - Dieser Vorschlag birgt Zündstoff - dessen sind sich die Mitglieder der Jungen Union bewusst. Trotzdem: „Wir wollen den Ausbau der Kinderbetreuung in Münster unter einen Finanzierungsvorbehalt stellen“, erklärt JU-Vorsitzender Stefan-Alexander Roth.
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| JU-Vorsitzender Stefan-Alexander Roth |
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Angesichts des millionenschweren Defizits im städtischen Haushalt spricht sich Münsters CDU-Nachwuchs dafür aus, den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung vorerst auf Eis zu legen - „bis sich die finanzielle Lage der Stadt ändert“, betont Roth. Zwar sei Kinderbetreuung gut und wichtig, aber man habe das Geld für weitere Investitionen momentan nicht.
„Dass wir mit diesem Vorschlag in ein Wespennest stoßen, wissen wir“, zeigt sich der JU-Vorsitzende selbstkritisch. Aber nichts sei unsozialer als eine enorme Neuverschuldung. Selbst in guten Zeiten habe die Stadt mehr Geld ausgegeben als eingenommen.
In der bisherigen Spardebatte im Rat vermisst Roth den konkreten Willen und entsprechende Vorschläge, um zu den im Haushalt notwendigen Einsparungen zu kommen. „Wir müssen den Gürtel enger schnallen.“ Mit ihrem Vorschlag will die JU die Spardiskussion beflügeln.
Zugleich hebt Roth hervor, dass man mit diesem Anstoß vor allem „die eigene Altersgruppe“ treffe.
aktualisiert von Stefan-Alexander Roth, 18.01.2010, 11:02 Uhr |